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Die faszinierende Winterkreuzfahrt mit Hapag-Lloyd Cruises neigt sich dem Ende zu: Kristina Hillemann berichtet im vierten und letzten Teil ihres Reisetagebuchs von den finalen Stationen der Eisexpeditionen.de-Gruppenreise. Tauchen Sie ein in die Geschichte Raumas, genießen Sie das winterliche Kopenhagen und erleben Sie einen unvergesslichen Farewell-Abend an Bord der HANSEATIC spirit. Von der UNESCO-Welterbestadt Rauma über die majestätische Öresundbrücke bis zur emotionalen Versteigerung der Seekarte - die letzten Tage dieser einzigartigen Winterreise halten noch einmal besondere Höhepunkte bereit.
Rauma, gegründet im Jahr 1442, ist die drittälteste Stadt Finnlands und liegt an der Westküste im Süden der Landschaft Satakunta, etwa 90 Kilometer nördlich von Turku und 50 Kilometer südlich von Pori. Mit ihren knapp 39.000 Einwohnern (Stand 2020) ist Rauma eine charmante Mischung aus historischem Erbe und modernem Stadtleben. Die Stadt ist besonders bekannt für ihre hölzerne Altstadt, „Vanha Rauma“, die seit 1991 auf der UNESCO-Welterbeliste steht. Dieses einzigartige Stadtviertel umfasst rund 600 historische Holzhäuser und gilt als das größte zusammenhängende Holzhausviertel Nordeuropas. Es ist ein lebendiges Viertel mit etwa 800 Einwohnern, in der historischen Architektur, moderner Handel und tägliches Leben harmonisch ineinandergreifen.
Die Straßen der Altstadt sind gesäumt von malerischen Cafés, kleinen Boutiquen und traditionellen Restaurants. Das Viertel ist ein lebendiges Beispiel dafür, wie historische Städte zeitgemäß genutzt werden können, ohne ihren ursprünglichen Charakter zu verlieren. Zu den herausragenden Sehenswürdigkeiten der Altstadt gehört die Heilig-Kreuz-Kirche, eine ehemalige Franziskanerkirche aus dem 15. Jahrhundert. Sie beeindruckt mit ihren gut erhaltenen mittelalterlichen Fresken und ihrer schlichten, aber imposanten Architektur. Ebenso sehenswert ist das Alte Rathaus von 1776, das heute das Stadtmuseum beherbergt. Hier werden die reiche Geschichte und Kultur der Region lebendig dargestellt.
Die maritime Vergangenheit der Stadt spielt ebenfalls eine große Rolle. Rauma prosperierte ab dem 17. Jahrhundert durch die Seefahrt, und die Segelflotte brachte großen Wohlstand, der sich bis heute in den prachtvollen Holzhäusern widerspiegelt. Der Ostseehafen ist nach wie vor einer der wichtigsten Häfen Finnlands, und das Seefahrtsmuseum erzählt die spannende Geschichte der Stadt als maritimes Zentrum.
Eine weitere kulturelle Besonderheit Raumas ist die lange Tradition im Spitzenklöppeln, die seit dem 18. Jahrhundert gepflegt wird. Dieses Handwerk wird jährlich im Juli, während der „Pitsiviikko“ (Spitzenwoche) gefeiert, einem Festival, das lokale Traditionen und Handwerkskunst feiert und Besucher aus aller Welt anzieht. Der Dialekt der Stadt, Rauman giäl, ist ein weiteres identitätsstiftendes Merkmal und gilt als einer der schwer verständlichsten finnischen Dialekte, geprägt von Elementen des Schwedischen und anderer Sprachen.
Nicht weit von der Stadt entfernt liegt Sammallahdenmäki, ein bronzezeitlicher Grabhügelkomplex und ebenfalls UNESCO-Welterbestätte. Diese archäologische Stätte bietet faszinierende Einblicke in prähistorische Bestattungsriten und ist ein ideales Ziel für Geschichtsinteressierte.
Die angebotenen Ausflüge in Rauma geben tiefe Einblicke in die Geschichte und Kultur der Stadt. Besonders faszinierend ist die Erkundung der jahrhundertealten Seefahrernation, die eng mit Raumas Entwicklung verbunden ist.
Altstadtspaziergang durch „Vanha Rauma“: Der Altstadtspaziergang führt durch die UNESCO-geschützte „Vanha Rauma“ und macht die historische Bedeutung der Stadt greifbar. Die Tour zeigt, wie Rauma es schafft, ihre Traditionen zu bewahren und gleichzeitig ein modernes Leben in den historischen Mauern zu ermöglichen. Historische Gebäude wie die Heilig-Kreuz-Kirche und das Alte Rathaus geben einen eindrucksvollen Einblick in das kulturelle Erbe der Stadt. Besonders die Erzählungen über das alltägliche Leben in der Holzhäuserstadt vermitteln ein lebendiges Bild der Vergangenheit.
Seefahrtstradition mit Panoramafahrt: Ein Ausflug in die maritime Geschichte Raumas ist ein Muss. Während der Panoramafahrt entlang der Ostseeküste und durch den Hafen erfahren die Teilnehmer, wie die Seefahrt den Wohlstand und die Entwicklung der Stadt seit dem 17. Jahrhundert geprägt hat. Raumas Segelflotte war einst eine der wichtigsten in der Region und verband die Stadt mit Handelszentren in Europa und darüber hinaus. Die Geschichten von Kapitänen, Handelsrouten und den Herausforderungen der Seefahrer verdeutlichen, wie eng die Stadt mit dem Meer verbunden ist. Gleichzeitig zeigt die moderne Hafenkulisse, welche Bedeutung der maritime Handel noch heute für Rauma hat.
Der kulinarische Rundgang bietet einen kurzen, aber spannenden Einblick in die gastronomische Seite der Stadt. Besucher können die einzigartige Atmosphäre der Altstadt erleben und lokale Köstlichkeiten probieren, die eng mit der finnischen Kultur und Tradition verwoben sind. Dieser Ausflug ergänzt die kulturellen und historischen Erlebnisse perfekt.
Jeder Ausflug bot eine neue Perspektive auf die Stadt und ihre Geschichte, Kultur und Traditionen. Rauma hat es verstanden, seine reiche Vergangenheit in die Gegenwart zu integrieren und dabei ein unvergleichliches Erlebnis für Besucher zu schaffen. Ob man durch die Gassen der Altstadt schlendert, kulinarische Entdeckungen macht oder die maritime Geschichte erkundet – Rauma ist ein Ort voller Charme und Geschichten.
Nach unserem Stadtrundgang gehen Niklas und ich noch die ein oder andere finnische Spezialität kaufen und kehren dann zurück aufs Schiff. Um 14:00Uhr heißt es „Leinen los“ und ein letztes Mal geht es durchs Eis. Vorbei an kleinen Schären bahnen wir uns den Weg durch das Pfannkucheneis in Richtung Kopenhagen.
Heute genießen wir einen weiteren ereignisreichen Seetag auf unserer Expedition mit der HANSEATIC spirit. Der Morgen beginnt entspannt mit einem reichhaltigen Frühstück, während draußen der Sonnenaufgang den Himmel wieder in Bonbonfarben taucht. Die Temperaturen sind mild, und die Sonnenstrahlen scheinen durch die Scheiben des Pooldecks – eine perfekte Einstimmung auf den Tag.
Die Tagesangebote von Hapag-Lloyd Cruises lassen keine Wünsche offen. Ob spannende Vorträge im HanseAtrium, Fitnesskurse oder Wellnessanwendungen im Ocean SPA – für jeden ist etwas dabei. Besonders die Vorträge der Experten begeistern uns, denn sie geben faszinierende Einblicke in die Natur, das Klima und die Kultur der Region Lapplands und Skandinaviens. Gleichzeitig bietet die Bibliothek einen ruhigen Rückzugsort. Professor Dr. Thomas Spengler hält einen spannenden Vortrag über die Gezeiten.
Kopenhagen, die charmante Hauptstadt Dänemarks, vereint auf einzigartige Weise historische Pracht, kulturelle Vielfalt und nachhaltige Innovation. Mit rund 653.664 Einwohnern (Stand 2023) ist sie das wirtschaftliche, kulturelle und politische Zentrum des Landes. Ihre hohe Lebensqualität und das Engagement für Umweltfreundlichkeit machen sie zu einer der lebenswertesten Städte der Welt.
Für Besucher stehen zahlreiche Ausflüge zur Verfügung.
Seelands Märchenschlösser in der Winterzeit: Dieser Ausflug entführt in die royale Geschichte Dänemarks. Die Fahrt beginnt entlang der malerischen Küstenstraße der Dänischen Riviera. Ein erster Stopp führt zum Schloss Kronborg in Helsingør, bekannt als Schauplatz von Shakespeares „Hamlet“. Bei einem Fotostopp kann man die beeindruckende Architektur dieser zum UNESCO-Welterbe gehörenden Anlage bestaunen. Anschließend geht es weiter zum Schloss Fredensborg, der königlichen Frühlings- und Herbstresidenz, wo ebenfalls ein kurzer Halt eingelegt wird. Der Höhepunkt ist jedoch das Wasserschloss Frederiksborg. Dieses größte Bauwerk der nordischen Renaissance thront auf drei Inseln im Frederiksborg-See. Während einer 1,5-stündigen Besichtigung lassen sich die prachtvollen Räume und die Geschichte des 17. Jahrhunderts hautnah erleben.
Kopenhagen – Modern trifft auf Tradition: Diese Tour verbindet die moderne und traditionelle Seite Kopenhagens. Der Ausflug startet mit einer Panoramafahrt, die zu einem Fotostopp am beeindruckenden Opernhaus führt. Von dort geht es weiter zu CopenHill, einer Müllverbrennungsanlage, die in ein urbanes Bergsportzentrum umgewandelt wurde. Hier bietet eine 320 Meter lange Skipiste das ganze Jahr über Ski- und Snowboardmöglichkeiten mit Blick auf die Stadt. Neben der Skipiste gibt es Wanderwege, eine Kletterwand, ein Restaurant und ein Café. Der nächste Teil der Tour führt ins Fischerdorf Dragør, bekannt für seine charmanten, gelb gestrichenen Häuser und kopfsteingepflasterten Straßen. Ein geführter Rundgang durch das Dorf und etwas Freizeit runden den Ausflug ab.
Stadtrundfahrt, Bootstour und königliche Empfangsräume: Dieser Ausflug bietet eine abwechslungsreiche Kombination aus Wasserperspektive und königlichem Ambiente. Zunächst führt eine 50-minütige Bootsfahrt durch den Hafen und die pittoresken Kanäle von Christianshavn. Vom Wasser aus kann man berühmte Sehenswürdigkeiten wie die Kleine Meerjungfrau bewundern. Anschließend geht es zu Fuß zum Schloss Christiansborg, dem Sitz des dänischen Parlaments. Bei einer Führung durch die königlichen Empfangsräume erhält man einen Einblick in das prachtvolle Innere des Nordflügels. Den Abschluss bildet eine Stadtrundfahrt, die an Sehenswürdigkeiten wie dem Schloss Amalienborg, der Frederikskirche und Schloss Rosenborg vorbeiführt.
Spaziergang und winterliche Kanalfahrt: Dieser Ausflug beginnt mit einem entspannten Spaziergang durch die historischen Straßen Kopenhagens. Nach einem Rundgang führt eine winterliche Bootstour durch den Hafen und die Kanäle. Während der etwa 50-minütigen Fahrt kann man Kopenhagen aus einer völlig neuen Perspektive erleben. Die Fahrt bietet pittoreske Ausblicke auf Christianshavn und andere Stadtteile.
Jeder dieser Ausflüge bietet einzigartige Einblicke in die Geschichte, Kultur und moderne Architektur Kopenhagens und macht den Aufenthalt in der Stadt zu einem unvergesslichen Erlebnis. Wie praktisch, dass Alice eine waschechte Dänin ist. Niklas und ich folgen der Einladung und folgen Alice durch die Stadt in das Cafe La Glace.
Das berühmte Café La Glace ist ein wahres Juwel im Herzen von Kopenhagen. Seit seiner Eröffnung im Jahr 1870 ist das Café eine Institution für feinste Patisserie und süße Genüsse und gilt als älteste Konditorei Dänemarks. Inmitten der charmanten und eleganten Atmosphäre des Cafés, mit seinen hohen Decken, antiken Spiegeln und zeitlosen Holzvertäfelungen, wird die Tradition der dänischen Backkunst mit großer Leidenschaft gepflegt.
Das Café La Glace wurde im 19. Jahrhundert gegründet, zu einer Zeit, als die dänische Hauptstadt sich zunehmend als kulturelles und gesellschaftliches Zentrum etablierte. Die Konditorei war von Anfang an ein Treffpunkt für Intellektuelle, Künstler und Genießer. Hier wurden Geschichten erzählt, Ideen ausgetauscht und – natürlich – köstliche Torten und Kuchen genossen. Das Café hat sich im Laufe der Jahrzehnte nicht nur durch seine erstklassigen Backwaren einen Namen gemacht, sondern auch durch die unnachahmliche Gastfreundschaft, die bis heute spürbar ist.
Die Konditoren des Hauses sind wahre Künstler und kombinieren traditionelle Rezepte mit moderner Kreativität. Berühmt ist La Glace vor allem für seine Schlagsahnetorten, allen voran die legendäre Sportstorte, ein Meisterwerk aus Makronenböden, Schlagsahne, karamellisierten Nüssen und Schokoladenüberzug.
Ein besonderer Moment mit Lars: Heute haben wir das Glück, Lars, den aktuellen Chefkonditor des Hauses, kennenzulernen. Lars wuchs auf der idyllischen Insel Møn auf, zusammen mit Alice und seiner Mutter, die eine enge Freundin von ihr ist. Während wir mit Lars einen Kaffee trinken, erzählt er uns von seiner Leidenschaft und die Ausbildung in Frankreich. Seine Philosophie ist es, Tradition und Innovation zu verbinden und jedem Gast ein unvergessliches Geschmackserlebnis zu bieten.
Genuss für alle Sinne: Der Besuch im Café La Glace ist mehr als nur ein kulinarischer Ausflug – er ist eine Reise in die Geschichte und Kultur Kopenhagens. Jeder Bissen von Lars’ kunstvollen Kreationen erzählt eine eigene Geschichte, und der süße Duft von frisch gebackenem Kuchen verleiht dem Moment eine ganz besondere Magie. Dieses Erlebnis werden wir mit Sicherheit nicht so schnell vergessen. Zurück an Bord hält Dr. Arne Kertelhein einen Vortrag mit dem spannenden Titel „Game of Thrones – Die Struensee-Affäre“.
Kurz vor 19:00Uhr ist es so weit - wir passieren die Öresundbrücke. Mystisch versteckt sich die Brücke im Nebel und erst wenige Meter bevor wir beinahe direkt unter der Brücke sind, können wir diese erst wirklich sehen.
Die Öresundbrücke, ein beeindruckendes Wahrzeichen Skandinaviens, verbindet die dänische Hauptstadt Kopenhagen mit der schwedischen Stadt Malmö. Mit einer Gesamtlänge von 7.845 Metern ist sie die längste Schrägseilbrücke Europas, die sowohl eine Straße als auch eine Eisenbahn umfasst. Dieses technische Meisterwerk symbolisiert nicht nur die enge Verbindung zwischen Dänemark und Schweden, sondern auch die Innovationskraft der Region.
Die Brücke, die 2000 eröffnet wurde, besteht aus drei Hauptabschnitten: einer 4.055 Meter langen Brücke, einem künstlichen Inselabschnitt namens Peberholm, und einem knapp 4 Kilometer langen Tunnel, der unter dem Meer verläuft. Der Übergang zwischen Tunnel und Brücke ist einzigartig und macht die Öresundbrücke zu einem der spannendsten Verkehrsprojekte weltweit. Die Entscheidung, einen Teil der Verbindung unter Wasser zu legen, wurde aus Rücksicht auf den Flugverkehr des nahegelegenen Kopenhagener Flughafens getroffen.
Die Brücke selbst besteht aus zwei Ebenen: Auf der oberen fahren Autos über eine vierspurige Autobahn, während auf der unteren Züge über die zweigleisige Bahnstrecke verkehren. Die höchsten Pylonen der Brücke ragen 204 Meter über den Meeresspiegel hinaus und bieten den Schiffen im Öresund eine Durchfahrtshöhe von 57 Metern.
Die Öresundbrücke ist nicht nur eine beeindruckende technische Errungenschaft, sondern auch ein Symbol für die enge wirtschaftliche, kulturelle und soziale Verbindung zwischen Dänemark und Schweden. Die Region rund um die Brücke wird als Öresundregion bezeichnet und ist eine der dynamischsten Metropolregionen Nordeuropas. Sie beheimatet etwa 4 Millionen Menschen und ist ein wichtiger Motor für Innovation und Handel.
Während die Brücke ein wichtiger Verkehrsweg für Pendler und Reisende ist, wird auch großer Wert auf den Schutz der umliegenden Natur gelegt. Die künstliche Insel Peberholm dient als Rückzugsort für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten. Sie wurde bewusst nicht bebaut und hat sich in den letzten Jahren zu einem wertvollen Naturschutzgebiet entwickelt.
Nach einem hervorragenden Essen im Restaurant Le Esprit beginnt der Farewell-Abend – der krönende Abschluss unserer Reise. Kapitän Axel Engeldrum steht im HanseAtrium auf Deck 4 und nimmt uns mit auf eine letzte Reise durch die Erlebnisse der vergangenen Tage. Mit Humor und Begeisterung schildert er die spannende Route, die wir gefahren sind, erzählt von den Herausforderungen des Eises und Anekdoten wie dem „Festfahren“ vor Luleå. Während der Ingenieur der Crew das ständige Rammen des Eises kritisch sieht, lieben die Nautiker diesen Teil der Fahrt umso mehr. Seine Worte fesseln uns, und der Applaus ist ihm sicher.
Anschließend bringt der legendäre Shantychor der Crew das HanseAtrium mit Seemannsliedern zum Klingen. Sie singen Klassiker wie „Seemann, lass das Träumen“, „I’m Sailing“, ein philippinisches Stück und „Auf der Reeperbahn nachts um halb eins“. Die Stimmung ist ausgelassen, und als Cruise Sales Marion ein Solo anstimmt, sorgt sie mit ihrer starken Stimme für große Begeisterung.
Dann folgt der mit Spannung erwartete Höhepunkt des Abends: die Verlosung der Seekarte. Alle Gäste von Eisexpeditionen.de haben vorab ein Los pro Kabine von mir erhalten, und jetzt ist der Moment gekommen, den Gewinner zu ziehen. Die Karte, die an der Rezeption ausgestellt ist, zeigt die Route unserer Reise mit beeindruckenden Details – inklusive einiger besonderer Regionen, wie dem Alten Land und Stade, der Heimat von Kapitän Axel Engeldrum und mir.
Ich sitze mit meinem Los in der Hand, nervös und voller Vorfreude. Plötzlich wird meine Nummer vorgelesen. Für einen Moment bin ich wie erstarrt – ich, Kristina, habe tatsächlich gewonnen! Die Karte ist riesig und wunderschön, aber während ich zur Bühne gehen, beginnt in mir ein Gedanke zu reifen: So schön die Karte auch ist, sie ist einfach zu groß für meine Wohnung. Außerdem ist das Alte Land und Stade, meine und Kapitän Axel Engeldrums Heimat, nicht eingezeichnet, aber ich fühle, dass jemand anderes noch mehr Freude an diesem beeindruckenden Souvenir haben könnte. Auf dem Weg zur Bühne fälle ich einen Entschluss: Ich werde die Karte versteigern.
Vorne angekommen, sage ich leise zu Kapitän Engeldrum: „Versteigern!“. Er schaut mich freudig an, lächelt und fragt: „Versteigern?“ Ich nicke entschlossen: „Versteigern“. Der Kapitän lässt sich nicht lange bitten und verwandelt die Verlosung spontan in eine Auktion. Mit Charme und einem unglaublichen Talent als Auktionator preist er die Karte an, hebt die eingezeichneten Details hervor und erzählt mitreißende Geschichten von unserer Reise. Die Gäste sind begeistert, und die Gebote schießen in die Höhe.
Die Spannung ist greifbar. Innerhalb kürzester Zeit erreichen wir 1.000 Euro. Kapitän Engeldrum entdeckt immer neue Highlights auf der Karte und schafft es, alle im Raum zu fesseln. Schließlich bleibt es ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen einer Dame und einem Herrn. Der Kapitän findet auch noch Highlights auf der Karte, die wir zwar nicht bereist haben, aber die man eventuell auf anderen buchbaren Reisen erleben könnte. Das freut Marion, die Cruise Sales Managerin, natürlich sehr. Bei 2.200 Euro setzt sich der Herr – ein Schweizer Gast – durch, und der Saal bricht in tosenden Applaus aus. Wer sich die Chance auf die nächste Seekarte nicht entgehen lassen will, könne noch eine der letzten vier verfügbaren Kabinen für die Folgereise buchen, da spart man sich auch die Abreise am Montag.
Nach der Auktion setzt sich Kapitän Engeldrum noch kurz zu uns und wir stoßen gemeinsam auf den erfolgreichen Abend an. Wir lachen über die spontane Idee und seinen großartigen Auftritt als Auktionator. Langsam lassen wir den Abend ausklingen – ein perfekter Abschluss für eine unvergessliche Reise, die uns allen noch lange in Erinnerung bleiben wird.
Heute erwartet uns wieder eine beeindruckende Fahrt durch den Nord-Ostsee-Kanal, die meistbefahrene künstliche Seeschifffahrtsstraße der Welt. Bereits am Morgen herrscht Vorfreude an Bord, und viele Gäste sammeln sich an Deck, um die Schleusenpassage in Kiel-Holtenau mitzuerleben. Pünktlich um 8:00 Uhr öffnet sich die Schleuse, und wir gleiten in den Kanal, begleitet von interessanten Kommentaren der Experten von der Brücke. Sie erläutern die Bedeutung dieser 98 Kilometer langen Wasserstraße, die seit ihrer Eröffnung 1895 ein wichtiges Bindeglied zwischen Nord- und Ostsee darstellt.
Die Landschaft zieht ruhig an uns vorbei – eine flache, weiß gefrorene Kulisse an den Rändern, unterbrochen von den spektakulären Brücken, die den Kanal überspannen. Besonders beeindruckend sind die Levensauer Hochbrücke und die Eisenbahn-Hochbrücke Hochdonn. Ihre Größe und Konstruktion lassen alle an Deck staunen. Die Brücke in Rendsburg, eine 42 Meter hohe Stahlkonstruktion mit einer einzigartigen Schwebefähre, wird von den Experten als technisches Meisterwerk beschrieben. Viele Gäste nutzen die Gelegenheit, Fotos zu machen und die Ausblicke von der Observation Lounge oder zu genießen.
Am Nachmittag steht das Programm nicht still. In der Ocean Academy bietet Expertin Heike Fries die Möglichkeit, Bernstein und andere Exponate unter dem Mikroskop zu betrachten. Für die Aktiven gibt es Rückenfit-Kurse im Sports Club, während Alfredo Oyoguez in der Observation Lounge mit sanfter Klaviermusik zur Kaffeezeit unterhält. Die Atmosphäre an Bord ist entspannt, und immer wieder zieht es Gäste hinaus an Deck, um die vorbeiziehenden Frachtschiffe und die beeindruckende Weite des Kanals zu beobachten.
Um 15.00Uhr treffen sich die Gäste noch einmal auf ein Gläschen Champagner auf Deck 8 am Pooldeck. Ein letztes Mal alle zusammen, bevor es dann morgen früh bei der Abreise wuselig wird.
Gegen 17:00 Uhr erreichen wir die Schleusen in Brunsbüttel. Die Einfahrt in die große Doppelschleuse, ein Meisterwerk der Ingenieurskunst von 1914, markiert den Übergang zurück in die Nordsee. Ein leises Raunen geht durch die Reihen, als wir den letzten Abschnitt dieser einmaligen Passage durchqueren. Die Experten geben spannende Einblicke in den Betrieb der Schleusen und die komplexe Logistik, die es ermöglicht, Zehntausende von Schiffen jährlich durch den Kanal zu leiten.
Am frühen Abend steht die Abschiedsveranstaltung im HanseAtrium auf dem Programm. Die schönsten Bilder und Videos der Reise werden präsentiert, und die Experten fassen die Erlebnisse der vergangenen Tage noch einmal zusammen. Währenddessen sorgt Vili Kovac mit Vorabendmusik für eine festliche Stimmung, und in der Observation Lounge spielt Alfredo Oyoguez Klavier zur Cocktailstunde.
Mit dem Auslaufen aus dem Kanal in die Elbe endet ein erlebnisreicher Tag. Langsam nähern wir uns Hamburg, wo die HANSEATIC spirit am späten Abend gegen 21:30 Uhr im Cruise Terminal Altona festmacht. Viele Gäste genießen den letzten Abend entspannt bei einem Drink in der Lounge, während die Lichter der Stadt am Horizont erscheinen. Ein perfekter Abschluss für eine unvergessliche Reise!
In Hamburg sagt man Tschüss, das heißt auf Wiedersehn. So endet eine wunderschöne Reise, die wir gemeinsam mit lieben Menschen erleben durften. Wir wünschen allen eine gute Heimreise und freuen uns gemeinsam die nächsten Reisepläne ins Eis zu schmieden.
Wenn Sie die vorherigen drei Teile dieses Reisetagebuchs lesen möchten, finden Sie diese hier im Blog. Hier geht es zu Teil 1.
Möchten auch Sie die Magie einer Lappland Winterkreuzfahrt erleben? Das Team von Eisexpeditionen.de berät Sie gerne zu dieser einzigartigen Route mit Hapag-Lloyd Cruises und plant mit Ihnen Ihre persönliche Winterreise durch den hohen Norden.
Ihr Team von Eisexpeditionen, Ihr Spezialist, wenn es um Expeditionskreuzfahrten geht!10.520
pro PersonAbenteuer Bottnischer Meerbusen, Kurs gen Norden (gen Süden) Kemi - Helsinki
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